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Architectural Digest Germany - Watchlist Talents 2026
„Am liebsten arbeitet CELESTE ASFOUR mit Holz und Licht. „ Vor allem in Kombination. An Holz liebe ich, wie es altert oder sogar verwittert." Und an Licht? „Dass es wandert und die Intensität sich ständig verändert." In Berlin hat die 28-Jährige mit dieser altbewährten Kombination jüngst das Café „Strom" eingerichtet. Dort mixte die Architektin maßgefertigte Einbauten aus Kirschbaum und Edelstahl mit rosafarbenen Akzenten, etwa am Marmortresen oder dem Waschbecken.
Allein um die Materialität aber geht es ihr nicht: „Ein gutes Interior stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Nicht abstrakt gedacht, sondern in seiner ganzen Bandbreite. Man sollte finden, was man braucht: Rückzug, Dialog, Gemeinschaft, Stille, findet Asfour. Kein Wunder, dass sie Charlotte Perriand, Lina Bo Bardi und Eileen Gray zu ihren Vorbildern zählt. Mit diesen drei Frauen verbinde ich ein Denken, das keine Unterschiede zwischen Architektur, Möbel und Raum macht.
Was sie für mich verbindet, ist, dass sie als Ganzes entworfen haben, immer aus einer tiefen Sensibilität für Material, Licht und den tatsächlichen Gebrauch heraus. Und das lange als Einzelgängerinnen in einer von Männern dominierten Zeit, ohne je laut oder dogmatisch zu sein.““